Warum nach dem Einstieg die richtigen Entscheidungen zählen
Künstliche Intelligenz rückt in vielen Unternehmen zunehmend von der strategischen Diskussion in die praktische Umsetzung. Sobald erste Anwendungsfelder identifiziert, Prozesse bewertet und Daten eingeordnet wurden, verändert sich die Perspektive. Die Frage lautet dann nicht mehr, ob KI grundsätzlich sinnvoll sein kann, sondern wie sie konkret umgesetzt werden soll.
Gerade in Unternehmen mit umfangreichen SAP-Systemen wird diese Frage besonders relevant. Viele zentrale Geschäftsprozesse laufen bereits über diese Systeme. Wenn KI hier Mehrwert schaffen soll, muss sie sinnvoll in diese bestehenden Strukturen integriert werden.
KI in SAP: Vom Konzept zur Umsetzung
SAP verfolgt heute einen klaren Ansatz: Künstliche Intelligenz soll nicht als separates Zusatzsystem entstehen, sondern direkt in bestehende Anwendungen und Geschäftsprozesse integriert werden. Grundlage dafür ist häufig die SAP Business Technology Platform (BTP), über die Daten, Anwendungen und Erweiterungen miteinander verbunden werden können.
Für Unternehmen bedeutet das: KI wird nicht neben dem ERP eingesetzt, sondern direkt dort, wo operative Prozesse stattfinden – etwa bei Analysen, Prognosen oder der Automatisierung einzelner Arbeitsschritte.
Welche Möglichkeiten es für KI in SAP heute gibt
Innerhalb von SAP-Systemen existieren mehrere Ansätze, wie Unternehmen KI einsetzen können. Ein Teil der Funktionen ist bereits direkt in Anwendungen integriert. Diese sogenannten Embedded-AI-Funktionen unterstützen Standardprozesse, etwa durch Prognosen oder automatische Vorschläge.
Darüber hinaus stehen KI-Services zur Verfügung, die sich über Schnittstellen in Anwendungen integrieren lassen. Sie können beispielsweise Dokumente analysieren oder bestimmte Informationen aus Daten extrahieren. Zusätzlich entstehen immer mehr Möglichkeiten für generative KI oder individuelle KI-Modelle, die speziell auf unternehmensspezifische Daten und Prozesse zugeschnitten sind.
Welche dieser Optionen sinnvoll ist, hängt stark von den jeweiligen Geschäftsprozessen und der vorhandenen Datenbasis ab.
Wie Unternehmen KI in SAP sinnvoll umsetzen
Wenn mögliche Anwendungsfälle identifiziert sind, beginnt die eigentliche Projektphase. Unternehmen müssen entscheiden, welche Prozesse sich für KI eignen, welche Daten zur Verfügung stehen und welcher technische Ansatz sinnvoll ist.
Ein strukturierter Einstieg in diese Phase kann ein KI-Potenzialworkshop sein. Dabei werden Geschäftsprozesse, Datenlage und mögliche Anwendungsfälle gemeinsam analysiert und priorisiert. Ziel ist es, realistische Einstiegspunkte zu identifizieren und eine belastbare Grundlage für spätere Projekte zu schaffen.
KI entsteht aus konkreten Anwendungsfällen
Erfolgreiche KI-Projekte entstehen selten aus abstrakten Technologieüberlegungen. Sie entstehen dort, wo konkrete Prozesse verbessert werden können.
In der Qualitätsprüfung lassen sich beispielsweise KI-gestützte Bilderkennungsverfahren einsetzen, um visuelle Kontrollen zu automatisieren. Lösungen wie der BoxInspector® unterstützen Unternehmen dabei, Bilddaten auszuwerten und Prüfprozesse effizienter zu gestalten.
Auch in Planungsprozessen entstehen zunehmend datenbasierte Ansätze. Modelle können Prognosen verbessern und Entscheidungen besser absichern. Werkzeuge wie der cimt AIPlanner® helfen dabei, Planungsprozesse stärker datengetrieben auszurichten.
Wo wir Unternehmen unterstützen
Genau an dieser Stelle unterstützen wir Unternehmen. Wir begleiten sie dabei, KI im SAP-Umfeld realistisch einzuordnen und aus ersten Ideen konkrete Beratungs- und Implementierungsprojekte zu entwickeln.
Gemeinsam analysieren wir Prozesse, Daten und Systemlandschaften. Auf dieser Grundlage lassen sich passende KI-Ansätze identifizieren und schrittweise umsetzen – so wird aus der technologischen Möglichkeit eine konkrete Anwendung im Unternehmensalltag.
Datum:
13. März 2026
Autor:
Sylvia Bruns
Kategorien:
CompanyMind, News